Schalchham oder „Wie man 1,3 Millionen Euro in den Sand setzt“

Verkehrsberuhigung Schalchham ODER Wie man 1.3 Mio. Euro in den Sand (bzw. in die Straße) setzt.

Mit der Verkehrssituation in Schalchham wurden und werden Wahlen in Regau entschieden. Das war schon 1991 so, als zwei Tage vor der Gemeinderatswahl ein Ex-SPÖ-Gemeindevorstand in einem  Schreiben an jeden Haushalt zur Unterstützung des ÖVP-Kandidaten Fritz Feichtinger aufrief und dadurch das Scheitern der SP-Lady Monika Schuster endgültig besiegelte. Die ÖVP errang die absolute Mehrheit im Gemeinderat. Als Dankeschön für das Anti-SPÖ-Schreiben kamen dann die berühmten „Schupfen“ (Regauer Ausdruck für Bodenschwelle) nach Schalchham. Eine davon übrigens direkt vor das Haus jenes Ex-SPÖ-Funktionärs, der nun Brems- und Beschleunigungsgeräusche anstatt Durchzugslärm zu beklagen wusste.  „Die Geister die ich rief …“ wäre man verleitet zu denken.

1997 kam dann die Antwort der Regauer Bevölkerung auf diese Aktion, die VP verlor die absolute Mehrheit und die FPÖ errang ihr historisch bestes Ergebnis.

Nachdem die ÖVP 2009 die absolute Mehrheit wieder errungen hatte, sollte das Thema Schalchham 2015 mithelfen, diese abzusichern. Ehrgeizig machten sich Bürgermeister und Parteiführung daran, den ganz großen Coup zu landen. Eine Totalsanierung der Vöcklabrucker Straße kurz vor der Wahl. Verkehrsberuhigung inklusive und kostengünstig durchgeführt durch die Gemeinde selbst mit Hilfe der Straßenmeisterei.  Nur 700.000.- € sollte das Projekt kosten. Kurz gesagt, es hätte das Meisterstück der Gemeinde-Vorderen werden sollen.

Was passierte wirklich? Durch Fehlplanung – oder besser gesagt nicht vorhandene Planung –  kostete das Projekt etwa das Dreifache, nämlich sage und schreibe ca. ZWEI MILLIONEN EURO anstatt der ursprünglich veranschlagten 700.000.- €.

Die durchgeführten Maßnahmen erzürnen viele Anrainer (Kanaldeckel an falscher Stelle gesetzt, Verkehrsinseln vor Privathäuser etc.) weil sie nicht in das Projekt miteinbezogen wurden. Anstatt zu seiner Verantwortung zu stehen, wälzt Bürgermeister Harringer diese nun auf Mitarbeiter des Amtes und auf ausführende Baufirmen ab. In einem Artikel in den OÖN vom 4. September 2015 wird Bgm. Harringer wie folgt zitiert: „Bis jetzt waren wir sehr zufrieden mit der neuen Vöcklabrucker Straße.“

Darauf haben wir Freiheitliche eine klare Antwort: „Wir nicht!“

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